Kreditwürdigkeit und Schufa Score verbessern – Hilfreiche Tricks

schufa score verbessernDen Schufa-Score zu verbessern macht vor allem dann Sinn, wenn eine Darlehensaufnahme ansteht. Wann immer ein Verbraucher einen Kredit aufnehmen möchte, wird er mit dem berühmten „Schufa-Score“ konfrontiert.

Allerdings greift der Schufa-Score auch in anderen Bereichen, beispielsweise beim Abschluss eines Handyvertrages. Was ist der Schufa-Score und wie wird er ermittelt?

Kreditwürdigkeit schnell verbessern

Das wichtigste in Kürze:

  • Der Schufa-Score gibt Auskunft darüber, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ausfällt, dass ein Verbraucher die wiederkehrenden Zahlungen aus einem Vertrag nicht ordnungsgemäß erbringt.
  • Je höher das Scoring ausfällt, um so besser steht es um die Bonität desjenigen.
  • Neben dem Schufa-Basisscore gibt es noch neun weitere, teilweise branchenspezifische Scorings.
  • Den eigenen Basis-Score kann man einmal im Jahr kostenfrei bei der Schufa abfragen.
  • Die Schufa-Selbstauskunft ermöglicht es, Einträge auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen und im Zweifelsfall korrigieren zu lassen.
  • Mit dem Service von 123schufafrei lässt sich die Kreditwürdigkeit schnell und günstig verbessern

Schufa-Basisscore und weitere Scorings

Der Schufa-Score zeigt einem Unternehmen, wie hoch das Risiko ausfällt, dass ein Kunde seinen vertraglichen Zahlungen nicht nachkommt. Während es bei einem Handyvertrag nur die Option gibt, dass der Vertrag abgeschlossen oder aufgrund eines schlechten Scorings abgelehnt wird, hat er bei einer Kreditanfrage andere Auswirkungen.

Der Schufa-Score ermittelt sich aus allen relevanten Daten, die im Zusammenhang mit dem Geschäftsleben der jeweiligen Person bestehen. Während der Basis-Score eine umfassende Aussage trifft, gibt es noch neun weitere, sehr spezifische Scorings. Diese greifen für

  • Schufa-Score für Banken
  • Schufa-Score für Sparkassen
  • Schufa-Score für Genossenschaftsbanken
  • Schufa-Score für das Hypothekargeschäft
  • Schufa-Score für Handel
  • Schufa-Score für Versandhandel & eCommerce
  • Schufa-Score für Telekommunikationsunternehmen
  • Schufa-Score zur Prüfung von Freiberuflern
  • Schufa-Score zur Prüfung von Kleingewerbetreibenden

Der Handyanbieter, der prüfen möchte, ob sein möglicher Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt, erhält auf der Grundlage der Schufa-Anfrage den Schufa-Score für Telekommunikationsunternehmen, aber keineswegs das Scoring für das Hypothekargeschäft. Kommt es im Rahmen eines Geschäfts zu einem Kaufvertrag mit einem Onlineshop, werden dem Verkäufer auf Anfrage die Daten des Kunden aus dem Segment Versandhandel und eCommerce übermittelt.

Der Schufa-Score stellt nichts Weiteres als eine Wahrscheinlichkeitsrechnung dar. Die Schufa gewährt leider keinen Einblick in die mathematischen Grundlagen des Scorings. Allerdings wurde das Verfahren von mehreren Universitäten auf seine Belastbarkeit hin überprüft. Die Schufa betont immer wieder, dass sie zur Beurteilung eines Risikos keine sozialen Daten, beispielsweise aus sozialen Netzwerken, in die Berechnung einfließen lässt. Das sogenannte Geo-Scoring, die subjektive Berücksichtigung des Wohnumfeldes, fließ trotz Adressspeicherung nur in Ausnahmefällen, ein. Dies sei laut Schufa nur in 0,3 Prozent der Fälle gegeben, wenn sonst keinerlei Daten über eine Person existieren.

Schufa-Score verbessern  – 10 Tipps für eine bessere Kreditwürdigkeit

Was es mit dem Schufa-Score auf sich hat, erläutern wir später. Das Wichtigste ist aber, wie kann man als Verbraucher den Schufa-Score verbessern? Es bestehen durchaus Möglichkeiten, hier auch im Vorfeld schon die richtigen Schritte einzuleiten.

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Überflüssige Kreditkarten kündigen

Viele Kreditkarten im Portemonnaie lassen zwar genügend Spielraum, immer die richtige einzusetzen. Für die Schufa lässt dies aber auch einen anderen Schluss zu. Der Karteninhaber reizt seine Karten bis zum Anschlag aus, tilgt immer nur den notwendigsten Anteil am Saldo und weicht auf die Karten aus, die gerade noch Luft lassen. Vermeiden Sie diesen Eindruck und beschränken Sie sich auf so wenige Karten wie möglich.

Kredite zusammenfassen

Wenn Sie ihren Schufa-Score verbessern möchten, achten Sie darauf, dass Sie nicht drei oder vier Kredite parallel bedienen. Auch in diesem Fall wird die Schufa hellhörig und vermutet, dass Sie ihre Finanzen nicht ganz so gut im Griff haben. Ein Darlehen bei einer Bank vermittelt einen solideren Eindruck.

Mehrere Girokonten vermeiden

Für Girokonten gilt das Gleiche, wie für Kreditkarten und Kredite. Es sieht bei Firmen auf Briefbögen zwar eindrucksvoll aus, wenn mehrere Bankverbindungen angegeben sind. Bei privaten Haushalten führt es allerdings eher zu Irritation. Wer mehrere Konten nutzt, abgesehen von einem Selbstständigen mit Privat- und Geschäftskonto, kommt bei der Schufa leicht in Verruf. Ein Konto bietet keinen finanziellen Spielraum mehr, also muss ein anderes für die Begleichung offener Rechnungen herangezogen werden. Dieser Minuspunkt greift umso mehr, wenn bei der Schufa eine „unregelmäßige“ Kontoführung hinterlegt ist. Wenn Sie ihren Schufa-Score verbessern möchten, verhandeln Sie mit einer Bank über die Erhöhung des dortigen Dispos und schließen Sie die anderen Konten.

Häufigen Wechsel des Girokontos vermeiden

Die Schufa hat die Angewohnheit, bei zwei Interpretationsmöglichkeiten immer die für den Verbraucher Nachteilige zu wählen. So ist es auch, wenn Sie häufig das Girokontowechseln. Die Schufa unterstellt, dass Sie damit einer Kündigung seitens der Bank aufgrund unregelmäßiger Kontoführung vorgreifen. Der Wechsel der Bankverbindung bei Umzug, wie es früher notwendig war, ist durch Onlinebanking heute überflüssig geworden.

Zahlungsverzug vermeiden

Auch wenn ein Schufa-Eintrag bei Zahlungsverzug nicht sofort erfolgen darf, vermeiden Sie solche Mahnungen. Erste Mahnung, zweite Mahnung – Schufa-Eintrag. Bei Begleichung der offenen Forderung kann der Eintrag bis zu einer Höhe von 2.000 Euro zwar sofort gelöscht werden, aber zunächst ist er vorhanden.

Bei Zahlungsproblemen sofort die Bank kontaktieren

Es  hilft zwar nicht, den Schufa-Score zu verbessern, verhindert aber eine Verschlechterung. Wenn Sie offene Rechnungen erhalten, aber das Konto keine ausreichende Deckung aufweist, kontaktieren Sie sofort Ihre Bank. Über den Dispo hinaus gibt es die Möglichkeit der „genehmigten Kontoüberziehung“. Beim Dispo selbst handelt es sich rechtlich nicht, wie häufig angenommen, um eine Überziehung. In diesem Fall führt die Bank auch Zahlungen trotz fehlender Deckung aus. Bei einer ungenehmigten Überziehung sind Sie auf das willkürliche Wohlwollen des Entscheiders angewiesen.

Wohnortwechsel vermeiden

Auch wenn es zunächst absurd klingt, wer häufig seinen Wohnort wechselt, riskiert bei der Schufa eine Herabstufung im Scoring. Ähnlich wie der sofortige Kontakt mit der Bank bei Zahlungsproblemen, bewirkt ein längeres Verbleiben am selben Wohnort keine direkt Verbesserung beim Schufa-Score, verhindert aber ein Abrutschen. Aufgrund der mangelnden Transparenz bei der Schufa ist der Grund dafür leider nicht bekannt.

Schufa-neutrale Konditonsanfrage bei Krediten

Wenn Sie bei einer Bank einen Kredit nachfragen, hat der Mitarbeiter zwei Möglichkeiten. Er klickt im Computerprogramm entweder „Kreditanfrage“ oder „Konditionenanfrage“ an. Details dazu, warum Sie mit einer Konditionsanfrage ihren Schufa-Score verbessern, lesen Sie im Abschnitt „Wann muss die Schufa löschen“.

Welche weiteren Möglichkeiten bestehen, damit Sie ihren Schufa-Score verbessern können, erfahren Sie im Verlauf des Artikels. Zu diesen Optionen zählen

  • Einmal jährlich eine kostenlose Schufa-Auskunft anfordern.
  • Alte oder fehlerhafte Einträge in die Schufa löschen lassen.

Neben diesen beiden Hinweisen lesen Sie noch weitere Informationen, die Ihnen helfen, das System Schufa besser zu verstehen, aber auch, warum es so wichtig ist, dass Sie gegebenenfalls Schritte einleiten, die Ihren Schufa-Score verbessern.

Welche Daten fließen in den Schufa-Score ein?

Im Rahmen der Diskussion um den gläsernen Kunden ist es natürlich spannend zu wissen, welche Daten die Schufa über die Bürger sammelt und speichert. Die folgende Tabelle zeigt, welche Daten bei der Schufa hinterlegt sind:

Hinterlegte DatenNicht gespeicherte Daten
NameEinkommen
Anschrift, auch frühereGuthaben auf Girokonten
Eröffnete GirokontenWertpapierbesitz
Laufende KrediteNationalität
BürgschaftenBeruf
Eingezogene Kredit- und GirokartenFamilienstand
KontokündigungReligion
LohnpfändungenPersönliche Neigungen
MahnbescheideÄrztliche Zeugnisse
Negatives Zahlungsverhalten
Haftbefehle
Privatinsolvenz
Vertragswidriges Verhalten

 

Über wie viele Daten verfügt die Schufa?

Um sich ein genaueres Bild von der Schufa zu machen, ist es hilfreich, ein paar Zahlen zu kennen. Insgesamt verfügt die Schufa über Daten von fast 70 Millionen Personen und sechs Millionen Firmen erfasst. Der Datensatzbestand lag im Jahr 2019 bei mehr als 943 Millionen Datensätzen. Im Jahr bearbeitet die Schufa ca. 165 Millionen Anfragen. Bei 2,5 Millionen Anfragen handelt es sich um eine Schufa-Selbstauskunft. Im Jahr 2017 gab die Schufa bekannt, dass 90,7 Prozent aller Einträge einen positiven Hintergrund hatten. Es ist als nicht so, dass ein Schufa-Eintrag automatisch etwas Negatives bedeutet. Der Hinweis „Kreditkarte vorhanden“ ist völlig wertneutral, deutet sogar darauf hin, dass der Karteninhaber eine positive Bonität hat. Andernfalls könnte er keine Kreditkarte nutzen.

Das Restrisiko falscher Schufa-Einträge

Allerdings bedeutet die ungeheure Menge von Datensätzen auch ein Problem. Im Jahr 2015 kam die GP Forschungsgruppe zu dem unschönen Ergebnis, dass ungefähr 25 Prozent aller Datensätze falsch oder überaltert sind. Damit kann es passieren, dass unter den 350.000 Anfragen täglich auch unrichtige oder nicht mehr aktuelle Daten weitergegeben werden.

Das Datenmaterial kann natürlich auch nur die Qualität aufweisen, die der Schufa von den Unternehmen mitgeteilt wird. Schleichen sich beispielsweise bei einer Kontoeröffnung Fehler bei der Anschrift des Bankkunden ein, stehen diese falschen Angaben künftig in seiner Schufa-Akte.

Wann muss die Schufa Daten löschen?

Die Schufa ist zwar verpflichtet, die Daten, abhängig von der Relevanz, nach einem bestimmten Zeitraum zu löschen, um so für die betroffene Person den Schufa-Score zu verbessern, kommt dieser Verpflichtung aber teilweise nicht unbedingt nach.

Für die Löschung bestehender Schufa-Einträge gibt es ganz klare Vorgaben. Diese sind wie folgt geregelt:

  • Nach 12 Monaten Tag genau:
    • Anfragen für Finanzprodukte (werden aber nach 10 Tagen nicht mehr weitergegeben)
  • Nach 3 Jahren Tag genau:
    • Abgezahlte Kredite (nach dem Jahr der Rückzahlung)
    • Kreditkartenkonten (nach Beendigung der Geschäftsbeziehung)
    • Eidesstattliche Versicherungen, Haftbefehle zu eidesstattlichen Versicherungen, Angaben nach 882c Abs. 1 Nr. 1–3 ZPO (bei Nachweis der Löschung vom Gericht auch früher)
    • Abweisung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens oder Einstellung des Verfahrens mangels Masse
    • Versagung der Restschuldbefreiung
  • Nach 3 vollen Kalenderjahren (mit Ablauf des 31.12 des dritten Kalenderjahres):
    • Informationen zu fälligen Forderungen (4 Jahre, wenn die Angelegenheit nicht geregelt ist)
    • Erteilung der Restschuldbefreiung
    • Aufhebung eines Verbraucherinsolvenzverfahren
  • Nach 6 vollen Jahren:
    • Eröffnung eines Verbraucherinsolvenzverfahren
  • Nach 10 Jahren Tag genau:
    • Ankündigung einer Restschuldbefreiung (oder bei Erteilung sowie Versagung der Restschuldbefreiung)

Der betroffene Bürger kann allerdings nicht ohne Weiteres bei der Schufa um die Löschung fehlerhafter Daten bitten. Er muss denjenigen kontaktieren, der den Eintrag veranlasst hat, damit dieser wiederum bei der Schufa die Löschung anfordert.

Einer der beliebtesten Irrtümer bei Banken, die zu einem schlechteren Scoring führen, ist eine Konditionenanfrage für Kredite mit rein informativem Hintergrund. Macht der Bankmitarbeiter den Fehler, statt Konditionenanfrage Kreditanfrage anzuklicken, kann dies für den Kunden bittere Folgen haben.

Die Zinsen, welche das Institut berechnet, sind ihm zu hoch, er bedankt sich und geht. Folgt der Kreditanfrage jedoch kein Kreditantrag, bedeutet dies für die Schufa jedoch, dass die Bank das Darlehen abgelehnt hat – eine Alternative kennt sie nicht. Der potenzielle Darlehensnehmer bekommt einen entsprechenden Schufa-Eintrag, sein Scoring verschlechtert sich gewaltig.

Wer erhält welche Schufa-Daten auf Anfrage?

Die Schufa übermittelt bei einer Anfrage nicht willkürlich alle Daten, die für denjenigen relevant sein könnten, sondern gliedert diese nach Art der Geschäftsbeziehung.

  • Zu den A-Partnern zählen Banken, Kreditkartengesellschaften und Leasingunternehmen. Diese erhalten sowohl eine Mitteilung zu den positiven als auch negativen Schufa-Merkmalen einer Person.
  • B-Partner, diese umfassen die Nicht-Banken, also Handel, Versandhandel, elektronischer Handel, Immobilienwirtschaft, Telekommunikations- und sonstige Unternehmen, die Leistungen und Lieferungen gegen Kredit gewähren, bekommen nur die Negativmerkmale eines Kunden mitgeteilt.
  • F-Partner, Inkassounternehmen, erhalten ausschließlich Adressdaten von Privatpersonen, sofern diese im der Anfrage zugrunde liegenden Vertrag der Schufa-Klausel zugestimmt hatten.

Die Auswirkungen des Scorings auf die Kreditwürdigkeit

Die meisten Banken bieten für ihre Kredite Zinsen innerhalb einer gewissen Bandbreite an. Je besser die Bonität ausfällt, um so niedriger ist der Zinssatz. Eine Verschlechterung des Schufa-Scores bedeutet damit zwangsläufig, dass auch die Kreditzinsen steigen, im schlimmsten Fall das Darlehen tatsächlich abgelehnt wird. Unter Umständen jedoch nur, weil ein Bankmitarbeiter einen Fehler gemacht hat. Umso wichtiger ist es für den Einzelnen, darauf zu achten, dass er sein Schufa-Scoring verbessern kann.

Dabei ist allerdings das Kreditscoring der Bevölkerung besser, als manch einer vermuten würde. Die nachfolgende Tabelle, leider nicht ganz aktuell, zeigt, wie sich das Kredit-Scoring gliedert. Laut Bundesbankberichten verläuft die Zahlungsmoral der Deutschen allerdings immer noch genauso gut.

Nur elf Prozent der erfassten Verbraucher gelten als sehr kritisch in Bezug auf das Kreditausfallrisiko. Dem gegenüber weist fast die Hälfte, 48 Prozent, eine nahezu perfekte Risikoeinstufung auf.

Der Score-Wert bewegt sich in der Spanne zwischen 1 und 100. Allerdings ist der Wert von 100, bestmögliches Scoring, nicht zu erreichen, da grundsätzlich ein, wenn auch minimales Restrisiko, für einen Zahlungsausfall besteht.

Ein schlechter Basis-Score kann sich in allen Lebensbereichen auswirken. Ein zentrales Thema ist die Schufa-Selbstauskunft für Mieter. Der Immobilienmarkt ist seit Jahren völlig überhitzt. Massenbesichtigungen bei Vermietung mit 20 oder 30 Wohnungssuchenden sind keine Seltenheit. Der Vermieter ist nur an einem interessiert, an einer pünktlich eingehenden Miete. Kein Wunder, dass er sich meist für denjenigen entscheidet, der die beste Schufa-Auskunft aufweist.

Eine geplatzte Lastschrift lässt sich nicht mehr rückgängig machen, ein überzogenes Girokonto auch nicht. Dennoch haben Verbraucher die Möglichkeit, Einfluss auf ihren Schufa-Score zu nehmen und damit die Bonität zu verbessern.

Mit der Schufa-Selbstauskunft das Scoring und die Kreditwürdigkeit verbessern

Auf der Grundlage Paragraf 4, Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) ist die Schufa seit dem Jahr 2010 dazu verpflichtet, jedem Bürger einmal im Jahr auf Anfrage eine kostenlose Selbstauskunft zur Verfügung zu stellen. Diese weist zum einen die vorhandenen Einträge aus, zum anderen auch, an wen in den letzten zwölf Monaten Informationen über die Person weitergegeben wurden.

Bis zum Jahr 2010 führte eine Selbstauskunft automatisch dazu, dass sich das Scoring desjenigen, der Auskunft über sich wollte, verschlechterte. Sowohl die Begründung als auch der Zweck dieser Konsequenz liegen im Dunkeln.

Es kann nur jedem Bürger geraten werden, von diesem Recht Gebrauch zu machen. Es ist der sicherste Weg, wie er sein Schufa-Scoring verbessern kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn eine Kreditaufnahme oder gar eine Baufinanzierung geplant ist. Die letzte Mieterhöhung sprengt das Haushaltsbudget und die Traumimmobilie wurde gefunden. Wie ärgerlich wäre es, wenn die Finanzierung aufgrund eines schwachen Scorings nicht zustande käme. Und wie viel mehr ärgerlich wäre es, wenn sich im Nachhinein herausstellt, dass die Finanzierungsabsage unnötig war, weil falsche oder veraltete Schufa-Einträge zu der Ablehnung führten.

Generell gilt, dass es bei einem Schufa-Basisscore von unter 90 für die betroffenen Personen an der Zeit ist, Gegenmaßnahmen einzuläuten.

DSGVO erschwert Schufa-Einträge

Allerdings sind durch die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit dem Jahr 2018 willkürliche Schufa-Meldungen unterbunden. Die Kombination aus Artikel 6, Absatz 1 lit. f DSGVO Paragraf 31 Abs. II, Nr. 4 BDSG macht demjenigen, der einen negativen Schufa-Eintrag erwirken möchte, strikte Auflagen:

Der Schuldner muss mindestens zwei Mal im Vorfeld auf den geplanten Schufa-Eintrag hingewiesen werden. Letztmalig muss der Hinweis spätestens vier Wochen vor Antrag des Gläubigers erfolgen.

Was mit der Schufa-Selbstauskunft anfangen?

Die Schufa-Selbstauskunft liegt vor und tatsächlich finden sich Einträge, welche nicht mehr aktuell oder schlicht falsch sind. Für den Laien stellt sich möglicherweise die Frage, wie er jetzt vorgehen muss. Natürlich geht es darum, eine Löschung zu erwirken. Aber nicht jeder ist so im Thema, dass er weiß, wie er ein rechtssicheres und zwingendes Schreiben verfasst.

123schufafrei.com als Lösung

123 schufafreiSeit einiger Zeit bietet das Portal 123schufafrei.com eine Lösung an, wie Verbraucher ihren Schufa-Score verbessern können. Die Hamburger Portalbetreiber haben sich auf eine Dienstleistung spezialisiert. Sie formulieren für ihre Kunden individuelle Schreiben an die Schufa, welche die Löschung der Datensätze bewirken.

Das Vorgehen ist relativ einfach. Der Kunde registriert sich und zahlt die einmalige Bearbeitungsgebühr. Als Zahlungswege stehen

  • PayPal
  • Kreditkarten
  • SEPA-Lastschrift
  • Sofortüberweisung

zur Auswahl. Im Anschluss füllt er das Onlineformular mit den persönlichen Angaben und den betreffenden Schufa-Einträgen aus. Dies nimmt in der Regel weniger als fünf Minuten in Anspruch. Wer viel unterwegs ist, kann über eine für mobile Endgeräte optimierte Seite das Schreiben beantragen. Innerhalb weniger Stunden erhält er sein persönliches Anschreiben an die Schufa, welches er nur noch ausdrucken, unterschreiben und absenden muss. Es braucht jetzt ca. 14 Tage Geduld, bis er die Mitteilung über die Löschung der Einträge erhält. Mit der Löschung verbessert sich das Schufa-Scoring, die Kreditwürdigkeit ist wieder hergestellt oder verbessert.

Die Erfolgsaussichten mit der Unterstützung von 123schufafrei sind so hoch, dass das Portal eine 100prozentige Geld-Zurück-Garantie gibt, sollte eine Löschung nicht durchgeführt werden.

Die Geschichte der Schufa

Viele Verbraucher denken, bei der Schufa handele es sich um eine öffentlich-rechtliche Institution. Das ist falsch. Die Schufa Holding AG agiert als privat-rechtliches marktwirtschaftlich ausgerichtetes, gewinnorientiertes Unternehmen. Sie ist in keiner Weise mit einer öffentlichen Institution verbunden.

Gegründet wurde die Schufa, heute mit Sitz in Wiesbaden, im Jahr 1927 in Berlin. Sie war ein Tochterunternehmen der Berliner Städtische Elektrizitäts-Aktiengesellschaft (BEWAG). Die BEWAG lieferte nicht nur Strom, sondern verkaufte auch elektrische Haushaltskleingeräte an die Berliner Haushalte. Die Bezahlung basierte auf einem Ratenkredit. Um sich vor zahlungsunwilligen Kunden zu schützen, gründete die BEWAG die Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung, kurz Schufa. Diese sammelte die Daten derer, die mit ihren Raten in Rückstand gerieten oder die Zahlungen komplett eingestellt hatten.

Heute firmiert die Schufa als AG. Die Eigentümerstruktur der Schufa gliedert sich folgendermaßen:

  • 34,7 % Kreditbanken
  • 26,4 % Sparkassen
  • 17,9 % Privatbanken
  • 7,9 % Genossenschaftsbanken
  • 13,1 % Handel und Andere

(Stand 2019)

Fazit

Der Schufa-Score gibt Unternehmen Hinweise auf die Kreditwürdigkeit eines Kunden. Durch die relativ hohe Fehlerquote bei den Schufa-Einträgen benachteiligt ein falscher Schufa-Score viele Verbraucher gerade bei der Kreditaufnahme. Um dem entgegenzuwirken, bietet es sich an, einmal im Jahr vom Recht auf eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft Gebrauch zu machen und die Einträge auf Richtigkeit und Gültigkeit zu überprüfen. Finden sich falsche Einträge, hilft ein Portal wie 123schuldenfrei.com mit der Formulierung eines rechtlich verbindlichen Schreibens, abgestellt auf die individuelle Situation, die Löschung der Einträge durch die Schufa zu bewirken.

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