Kein Kredit (Bank lehnt Kredit ab) – Was tun?

Keinen Kredit von der Bank erhalten – Darlehen abgelehnt?

Es ist der Horror, wenn man Geld benötigt, aber keinen Kredit von der Bank bekommt. Das Auto hat seinen Geist aufgegeben, die Werkstatt spricht von wirtschaftlichem Totalschaden. Der TÜV sagt „so nicht“, eine Reparatur lohnt nicht. Am Hausdach lösen sich Ziegel, aber es ist kein Fall für die Sturmversicherung. Die Liste der Beispiele, wann es finanziell brenzlig wird, ließe sich endlos fortsetzen. In allen Fällen lautet die Antwort auf die Herausforderung „Ich brauche einen Kredit“. Nur, was tun, wenn die Bank das Darlehen abgelehnt hat?

Kreditantrag abgelehnt – Welche Gründe gibt es und was kann man tun?

Das wichtigste in Kürze:

  • Die Ablehnung eines Kredites muss nicht zwingend eine Frage der Bonität sein, eventuell passt der Kunde nicht in das Annahmeschema.
  • Mit der Schufa-Selbstauskunft lässt sich prüfen, ob alte, falsche oder fehlerhafte Einträge zur Kreditablehnung führten.
  • Mit der Haushaltsrechnung lassen sich unnötige Ausgaben finden, welche das frei verfügbare Einkommen mindern.
  • Die Anfrage über ein Kreditportal ist erfolgversprechender als Einzelanfragen bei Banken.

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Bank  lehnt Kredit ab – Was tun?

Wir wollen zunächst kurz umreißen, was ein Kreditnehmer tun sollte, wenn er keinen Kredit von der Bank bekommt. Die Schritte sind klar und nachvollziehbar.

  • Schufa und Infoscore prüfen
  • Haushaltsrechnung erstellen
  • Annahmerichtlinien prüfen
  • Andere Anbieter wählen

Hängt es an der Bonität? Schufa prüfen!

Banken sind recht gesprächig, wenn es darum geht, in der Werbung Kredite zu bewerben. Sie werden aber genauso schnell schweigsam, wenn sie ein Darlehen ablehnen und eine Begründung von sich geben sollen.

War die Hausbank um die Ecke das Institut mit der Absage, hat man noch Chancen auf eine Antwort. Diese nutzt allerdings nur bedingt etwas, der Antragsteller wollte einen Kredit, keine Begründung für die Absage. Zielt die Antwort auf die Schufa oder Infoscore ab, bietet sich ein erster Schritt an. Onlinebanken sind da wesentlich zugeknöpfter. Es erfolgt mit Bedauern die Absage, aber ohne Angabe von Gründen. In diesem Fall sollte die Ursachenforschung ebenfalls bei der Schufa beginnen.

Jeder Bürger hat das Recht, einmal im Jahr eine kostenlose Schufa-Selbstauskunft anzufordern. Führte dies bis vor einigen Jahren automatisch zu einer Verschlechterung des Schufa-Scores, hat der Gesetzgeber eingesehen, dass diese Logik Unsinn ist. Wer heute eine Schufa-Selbstauskunft anfordert, muss nicht befürchten, dass seine Bonität darunter leidet.

Die Schufa sammelt Daten ohne Ende. Über 600 Millionen Datensätze liegen bei dem Wiesbadener Unternehmen vor. Allerdings dürfen diese Daten nicht auf endlose Zeit gespeichert werden. Je nach Art des Eintrags gibt es konkrete Fristen, wann eine Löschung erfolgen muss.

Wer über 600 Millionen Datensäte verwaltet, dem kann es auch einmal passieren, dass er Löschungstermine verpasst oder falsche oder fehlerhafte Einträge vornimmt. Schon ist es passiert, die Bonität des potenziellen Kreditnehmers leidet. Im schlimmsten Fall wird der Kredit von der Bank abgelehnt.

Die Schufa-Selbstauskunft gibt Verbrauchern die Möglichkeit, die eingetragenen Daten zu überprüfen. Finden sich alte Daten, die gelöscht sein müssten oder fehlerhafte Einträge, können diese bereinigt werden.

Allerdings kann der Betroffene dies nicht selbst veranlassen. Er muss denjenigen, der für die Einträge verantwortlich zeichnet, dazu auffordern, die Korrektur seitens der Schufa zu veranlassen. Sinnvollerweise geschieht dies schriftlich unter Setzung einer Frist und dem Hinweis, bei Verstreichen der Frist einen Anwalt einzuschalten. Es klingt aufwendig, es ist ein bisschen aufwendig, aber in unserer Welt ist eine saubere Bonität das A und O.

Hat die Bereinigung der Schufa stattgefunden, steht einer erneuten Kreditanfrage zwar nichts im Weg, aber ….

Möglicherweise lagen die Gründe für die Absage auch an anderer Stelle. Um den zweiten Anlauf wirklich ohne Hürden zu gestalten, empfiehlt sich außer der Schufa-Selbstauskunft noch eine weitere Aktion.

Haushaltsplan erstellen – solide Verhältnisse dokumentieren

Es klingt langweilig, aber die Banken machen im Rahmen der Kreditprüfung nichts anderes. Sie erstellen aufgrund der  Kontoauszüge ihres Kunden einen Haushaltsplan, um  zu sehen, wie hoch das freiverfügbare Haushaltsnettoeinkommen ausfällt.

Es ist in diesem Fall sinnvoll, den Plan über drei Monate zu rechnen. Hintergrund ist, dass zahlreiche Abbuchungen vom Konto nur einmal im Quartal erfolgen. Eine Aufstellung rein auf der Grundlage eines Monats ist nicht wirklich transparent.

Was zu den Ausgaben zählt, ist selbsterklärend. Bei den Einkünften sieht es schon etwas anders aus. Nicht alles, was als Gutschrift auf dem Konto erscheint, erkennen die Kreditinstitute auch an. Auf das frei verfügbare Haushaltsnettoeinkommen sind

  • Einkünfte aus angestellter oder selbstständiger Tätigkeit
  • Nebeneinkünfte, allerdings nur bedingt, da diese meist schwanken
  • Mieteinnahmen
  • Zinsen aus Kapitalvermögen
  • Renten und Pensionen

anrechenbar.

Nicht anrechenbar sind dagegen alle Leistungen der öffentlichen Hand. Dazu zählen Kindergeld, Lastenzuschuss, Wohngeld oder Arbeitslosengeld I und II sowie Aufstockungen nach ALG II. Grund ist, diese Gelder sind nicht pfändbar.

Banken wünschen sich, dass ein größtmöglicher Anteil des Haushaltseinkommens pfändbar ist. Sie gehen naturgemäß davon aus, dass der Kredit nicht ordnungsgemäß zurückgezahlt wird. Die selbsterstellte Haushaltsrechnung birgt zwei positive Aspekte:

  • Der Kreditnehmer signalisiert der Bank, dass er sich im Vorfeld mit seiner Liquidität beschäftigt hat und ernsthaft an einer Optimierung der finanziellen Verhältnisse interessiert ist.
  • Im Rahmen der Haushaltsrechnung tauchen möglicherweise Kosten auf, die völlig unnötig, aber ins Vergessen geraten sind.

Zu diesen unnötigen Kosten zählen beispielsweise Beiträge für ein Fitnesscenter, dass der Betreffende das letzte Mal vor einem Jahr betreten hat. Auslandskrankenversicherungen, die eigentlich schon durch die Kreditkarte abgedeckt sind, kann man bei der Gelegenheit auch mal kündigen. Die gebührenpflichtige Kreditkarte durch ein kostenloses Exemplar zu ersetzen, senkt auch die Ausgaben. Alle diese kleinen Geldfresser treten durch eine Haushaltsrechnung zu tage. Am Ende kann man der Bank vorweisen, welche Ausgaben künftig durch Kündigung wegfallen werden.

Zu guter Letzt wird das Ergebnis der Aufstellung durch drei geteilt und das frei verfügbare Haushaltsnettoeinkommen steht fest. Wer das Ganze noch perfektionieren möchte, wirft noch einen Blick in die Pfändungstabelle. Dort kann er nachlesen, wie hoch der monatlich pfändbare Betrag ist, den die Banken bei der Bonitätsprüfung auch im Hinterkopf haben.

Bestehen zu viele Kredite?

Ein Ablehnungsgrund kann auch sein, dass der Antragsteller zu viele kleine Kredite bedient. Das kann schnell passieren. Der Elektromarkt bot eine Null-Prozent-Finanzierung für den Laptop an, das Möbelhaus finanzierte die Küche und für das Handy wurde ein Darlehensvertrag mit dem Anbieter geschlossen.

In diesem Fall empfiehlt es sich, bei einer erneuten Kreditanfrage einfließen zu lassen, dass auch eine Umschuldung der bestehenden Darlehen gewünscht ist. Diese werden dann abgelöst und mit dem neuen Darlehen in einem Kredit gebündelt.

Bank verweigert den Kredit –  es könnte ja eng werden

Auch dieses Risiko sollte im Vorfeld berücksichtigt werden. Auf den ersten Blick reicht das frei verfügbare Haushaltsnettoeinkommen für die monatliche Rate, auf den zweiten Blick ist es allerdings etwas knapp bemessen. Hier bietet sich, sofern noch nicht ausgereizt, die Möglichkeit der Laufzeitverlängerung.

Längere Laufzeit heißt niedrigere Raten

Die Rate für einen Kredit setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Zum einen der Zinsanteil, zum anderen der Tilgungsanteil. Der Zinsanteil in der Rate sinkt bei jeder Tilgungsverrechnung, da die Restschuld sinkt. Die Rate bleibt aber dennoch gleich, da der Tilgungsanteil im Laufe der Zeit immer größer wird.

Wählt ein Kreditnehmer eine kurze Laufzeit, ist der Tilgungsanteil hoch, vielleicht zu hoch für das Einkommen. Verlängert er die Laufzeit, fällt der Tilgungsanteil von Beginn an niedriger aus.

Ein Darlehen in Höhe von 10.000 Euro mit drei Jahren Laufzeit bedeutet eine anfängliche Tilgung von 278 Euro zuzüglich Zinsen. Bei einer Laufzeit von 72 Monaten sind es jedoch nur noch 139 Euro, klar, die Hälfte.

Die Laufzeit als Werkzeug, den Kredit „passend zu machen“, sollte nicht unterschätzt werden.

Zweiter Antragsteller erhöht immer die Bonität

Wurde zunächst der Kredit abgelehnt, gibt es noch eine weitere Option, um doch zu einer Auszahlung zu kommen. Die Lösung liegt in einem Mitantragsteller. Die meisten Banken vergeben Darlehen mit bonitätsabhängigen Zinsen. Ein zweiter Antragsteller erhöht grundsätzlich die Bonität und führt damit automatisch zu einem günstigeren Zinssatz. Ein Mitantragsteller kann aus einem abgelehnten Kredit auch einen ausgezahlten Kredit machen.

Die Kreditinstitute wollen Sicherheiten. Je mehr Sicherheiten sie haben, umso lieber vergeben sie Darlehen. Ein zweiter Antragsteller heißt, eine weitere Person ist in der Haftung. Kann der erste Kreditnehmer die Raten nicht mehr begleichen, wendet sich die Bank einfach an den zweiten. Voraussetzung ist natürlich, dass der Mitantragsteller die formalen Kriterien der Kreditvergabe erfüllt und über eine entsprechende Bonität verfügt.

Weitere Gründe, weshalb eine Bank den Kredit ablehnt

Die Kriterien, die für eine Kreditvergabe ausschlaggebend sind basieren nicht nur auf der Frage der Bonität. Allerdings variieren sie von Bank zu Bank. Für alle Institute sind folgende Grundvoraussetzungen zur Kreditvergabe identisch. Wer sie nicht erfüllt, wird grundsätzlich abgelehnt:

  • Volljährigkeit
  • Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland
  • Konto bei einer in Deutschland ansässigen Bank
  • Keine harten Schufa-Merkmale wie Haftbefehl oder Insolvenz.

Bereits die Einschränkung „harte Schufa-Merkmale“ lässt aufhorchen. Es gibt also auch weiche Schufa-Merkmale. Dazu zählt ein Eintrag wegen einer geplatzten Lastschrift oder ein Kontakt mit einem Inkassobüro.

Vor der Antragstellung lohnt es sich, bei der jeweiligen Bank einen Blick in die Annahmerichtlinien zu werfen. Dort stehen auch die Ausschlusskriterien. Lautet eines davon „kein negativer Schufa-Eintrag“, ist die Lage der Dinge eindeutig. In diesem Fall akzeptiert die Bank keine Anfrage, wenn auch nur ein kleines Stäubchen auf der sonst weißen Bonitätsweste ist.

Selbstständigkeit ist bei einigen Instituten ebenfalls ein Ausschlusskriterium. Andere Banken akzeptieren zwar Selbstständige, schränken den Kreis der Berufe allerdings ein. Rentner müssen teilweise auch mit Einschränkungen bei der Kreditvergabe rechnen. Die einen Institute lehnen sie ganz ab, die anderen setzen Altersgrenzen.

Mindesteinkommen für die Kreditvergabe fallen, wenn überhaupt gefordert, jedoch vergleichsweise gering aus. Bezüglich des Anstellungsverhältnisses bestehen allerdings auch Unterschiede. Während eine Bank nur sagt, Mindestanstellungsdauer sechs Monate, aber nicht auf die Probezeit eingeht, verlangen andere Banken, dass die Probezeit abgeschlossen und das Arbeitsverhältnis nicht befristet ist.

Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Annahmerichtlinien lohnt es sich, diese im Vorfeld bei dem jeweiligen Kreditinstitut in Augenschein zu nehmen, um sich unnötige Arbeit zu ersparen.

Kreditanfrage optimieren – Risiko der Ablehnung minimieren

Das Risiko, dass die Bank den Kredit ablehnt sinkt mit der Anzahl der angefragten Banken. Mit anderen Worten, wer nur zu einer Bank geht, hat eine 50 Prozentige Chance, dass er den Kredit erhält. Wer bei zwei Banken anfragt, steigert seine Chancen schon auf eine Darlehenszusage.

Nun kann es beschwerlich sein, jede Bank einzeln anzufragen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn sich der Kreditnehmer auf die Banken vor Ort konzentriert. Die bessere Option bietet ein Kreditvergleichsrechner. Hier sieht der Interessent alle Banken auf einen Blick und kann schon einmal eine Vorauswahl treffen.

Die Kreditvergleichsportale unterscheiden sich allerdings im Ablauf. Es gibt Portale, welche die Kreditanfrage nur an die vom Antragsteller ausgewählte Bank weiterleiten. Damit haben wir wieder die 50:50-Chance.

Andere Portale prüfen anhand der Eingaben des Kunden im Hintergrund, ob noch andere Banken als Geldgeber infrage kommen. Ist dies der Fall, übermitteln sie dem Kreditnehmer automatisch, ungefragt und kostenlos noch weitere Vorschläge. Damit steigt natürlich die Wahrscheinlichkeit auf eine Zusage überdurchschnittlich.

Kein Kredit von der Bank ist kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Mit ein wenig Vorarbeit und einer optimierten Umsetzung der Kreditanfrage dürfte sich in den meisten Fällen im zweiten Anlauf eine Lösung finden lassen.

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