Beste Kreditkarte ohne Auslandsgebühr Test & Vergleich – MasterCard & Visa ohne Fremdwährungsgebühr

Um es vorweg zu nehmen – Kreditkarten ohne Auslandsgebühr sind keine Produkte für eine ausgewählte Klientel. Jeder kann von den Vorteilen dieser Exemplare profitieren. Kurz vor Beginn der Reisezeit starten viele Filialbanken ihre Kreditkartenoffensive.

Wer noch keine Karte des Hauses hat, wird am Schalter darauf angesprochen. Betrachtet man einmal die Leistungen dieser Karten, kann man zu zwei Schlussfolgerungen kommen: Diese Karten können „nichts“ oder sie können „teuer“.

Es gibt genügend Kreditkarten, die nicht nur ohne Jahresgebühr auskommen, sondern darüber hinaus auch noch den einen oder anderen Vorteil bieten.

Die besten Kreditkarten ohne Auslandsgebühr im Test und Vergleich

Kreditkarten ohne Auslandsentgelt Test

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Jahresgebühren oder Kosten bei Barabhebungen am Geldautomaten bei Kreditkarten sind völlig überholt und überflüssig.
  • Sehr gute Anbieter verzichten auch auf eine Gebühr für die Umrechnung von Fremdwährung in Euro.
  • Einige Anbieter stellen Karten zur Verfügung, die optimal auf die Nutzung auf Reisen abgestellt sind.
  • Reiseversicherungen sind ein nützliches Plus bei Auslandsreisen außerhalb der Europäischen Union.

Jahresgebühr bei Visa und MasterCard – muss das sein?

Einige Kreditkarten lassen nichts aus, wenn es um Gebühren geht. Nach wie vor berechnen einige Herausgeber (allen voran Filialbanken und Sparkassen) sogar noch für die Classic Karten eine Jahresgebühr. Womit diese gerechtfertigt ist, steht in den Sternen, sind kostenfreie MasterCard Gold und VISA Gold heute fast schon Standard. Natürlich gibt es Karten, die aufgrund der Zusatzleistungen durchaus auch eine Jahresgebühr rechtfertigen. Dabei handelt es sich allerdings um Karten, die weniger dem Durchschnittsverbraucher vorbehalten sind. Rabatte auf Green-fees beim Golfen oder Zugang zu VIP-Lounges an Flughäfen interessiert nur wenige. Möglichst geringe Kosten dagegen interessiert fast alle.

Die richtige Kreditkarte ohne Fremdwährungsgebühr schont die Urlaubskasse

Kreditkarten sind heute für die meisten Verbraucher ständige Begleiter im Portemonnaie. Dabei nutzen viele die Chance, hier einen Tankrabatt zu nutzen, dort an einem Cash-back Programm teilzunehmen. Und wer sich außerhalb der Eurozone aufhält, muss im Vorfeld nicht noch Fremdwährung umtauschen, sondern zieht sich Bargeld im Ausland wie gewohnt am Automaten. Innerhalb der Eurozone ist der Bargeldbezug ohne weiteres auch mit der Girocard möglich, außerhalb kann es unter Umständen zu Problemen kommen.

Die Krux beim Bargeldbezug mit der Girocard sind allerdings die Gebühren, die in Rechnung gestellt werden. Innerhalb der Eurozone handelt es sich nur um die Gebühr für Barabhebungen am fremden Geldautomaten. Außerhalb der Eurozone kommt noch die Gebühr für die Umrechnung der Fremdwährung in Euro dazu. Die Barverfügungen selbst schlagen durchschnittlich mit fünf Euro zu Buche. Für die Währungsumrechnung verlangen die Banken zwischen 1,5 Prozent und 2,5 Prozent des Umsatzes.

Wer im Urlaub Geld sparen möchte, kann jetzt hingehen und einen größeren Geldbetrag abheben. Damit läuft er allerdings in das Risiko, dass ihm auch ein größerer Geldbetrag abhanden kommen kann. Alternativ hebt er immer nur so viel ab, wie er in den nächsten zwei Tagen benötigt und zahlt dafür kräftig Gebühren. Wir haben uns für Sie einmal die Kreditkarten angeschaut, die das Thema Gebühren für Barverfügungen völlig nebensächlich werden lassen.

Geld abheben ohne Gebühren weltweit – so geht’s

Bei den Kreditkarten, die Barabhebungen am Automaten ohne Gebühren zulassen, muss zwischen zwei Varianten unterschieden werden. Zum einen sind es Karten, die als sogenannte „stand-alone Lösung“ zur Verfügung stehen, zum anderen sind es Karten, die nur in Verbindung mit einem Girokonto erhältlich sind.

Zu den populärsten Karten mit Konto zählen die

  • N26 MasterCard
  • DKB VISA

Ohne  Konto sind unter anderem die

  • Santander 1plus VISA
  • Advanzia MasterCard Gold

erhältlich.

Beleuchten wir diese vier Karten einmal von allen Seiten, da sie in beiden Bereichen, mit Konto und ohne, sicherlich zu den attraktiveren Angeboten  zählen. Bei der Definition des Begriffs „Kreditkarten ohne Auslandsgebühr“ müssen allerdings zwei Sachverhalte unterschieden werden.

Zum einen bezieht sich diese Aussage darauf, dass Barverfügungen ohne Kosten weltweit möglich sind. Damit entfällt der Hauptkostenblock bei einem Auslandseinsatz. Zum anderen kann die Formulierung auch auf die Gebühren abstellen, die üblicherweise anfallen, wenn ein Karteninhaber außerhalb der Eurozone Umsätze tätigt. In diesem Fall belasten viele Kreditkartenherausgeber die Gebühr für die Währungsumrechnung.

N26 MasterCard

N26 war das erste FinTech, das von sich reden machte, weil es ein „Konto in der Hosentasche“ anbot. Das Herzstück des Kontos bei N26 ist die MasterCard, die mit einer App für das Handy Banking von überall, „aus der Hosentasche heraus“, möglich machte. N26 hat sich inzwischen als FinTech etabliert, die Angebotspalette reicht heute über das reine Kontoangebot hinaus. N26 bietet zur Zeit drei Kontomodelle an, die sich in erster Linie in den Leistungen der Kreditkarten unterscheiden. Allen drei Kreditkarten ist jedoch gemein, dass es sich um Guthabenkarten handelt. Das bedeutet, dass der Kontoinhaber zunächst ein Guthaben auf die Karte aufladen muss, bevor er sie wie gewohnt nutzen kann. Der Vorteil von Prepaid-Kreditkarten liegt in der vollen Kostenkontrolle. „Unbeabsichtigte“ Ausgaben, die das Budget überziehen, sind nicht möglich.

Ursprünglich startete N26 mit einem ausschließlich auf Guthabenbasis geführten Konto. Der inzwischen erhältliche Dispokredit kam erst später dazu.

N26 Giro

Das klassische N26 Girokonto wird kostenfrei geführt, die MasterCard Classic ist gebührenfreier Bestandteil des Kontos. Mit der Kreditkarte sind kostenlose Barabhebungen in der Eurozone möglich. Darüber hinaus fallen für Zahlungen in Fremdwährung keine Gebühren an. Für Barabhebungen außerhalb der Eurozone berechnet N26 günstige 1,7 Prozent des Abhebungsbetrages.

Für Barabhebungen innerhalb Deutschlands gilt die Fair-Policy Regelung. Diese sieht vor, dass fünf Barabhebungen im Monat kostenfrei sind, darüber hinaus fallen zwei Euro je Verfügung an. Wird das N26 Girokonto nicht als Hauptkonto geführt, reduziert sich die Zahl der kostenlosen Abhebungen auf drei pro Monat. Für darüber hinausgehende Abhebungen berechnet N26 drei Euro. Die Definition für ein Hauptkonto besagt, dass in zwei aufeinanderfolgenden Monaten jeweils mindestens 1.000 Euro an Geldeingängen vorliegen müssen.

N26 Black

Black bezieht sich in diesem Fall auf die exklusive schwarze Ausführung der MasterCard. Für diese Kontovariante berechnet der Anbieter eine monatliche Kontoführung von 9,90 Euro. Mit N26 Black wendet sich das Unternehmen an Kontoinhaber, die eher öfter einmal im Ausland unterwegs sind. Im Rahmen des Black-Kontos verzichtet N26 auf die Umrechnungsgebühr bei Barabhebungen in Fremdwährung. Barverfügungen sind mit diesem Konto generell weltweit kostenlos möglich. Im Gegensatz zu N26 Giro genießt der Karteninhaber auch einen vollumfänglichen Schutz bei Reisen durch das Reiseversicherungspaket der Allianz.

N26 Metall

Das Paradepferd von N26 ist zweifellos das N26 Metall Konto mit einer Kreditkarte aus Metall. Die monatliche Kontoführungsgebühr von 16,90 Euro schließt alle Vorteile von N26 Black mit ein. Allerdings profitiert der Kontoinhaber auch von einem bevorzugten Kundenservice und exklusiven Partnerangeboten.

Die Vorteile der N26 MasterCard

  • Kostenfreien Barverfügungen.
  • Schwerpunkt bei N26 sind allerdings weniger die „Reisefreundlichkeit“ der Kreditkarten, als vielmehr die Ausstattungsmerkmale der Konten.

Die Nachteile der N26 MasterCard

  • Eingeschränkte Anzahl von Barabhebungen bei dem N26 Girokonto.
  • Kosten für Umrechnung bei Fremdwährungsumsätzen.

DKB VISA Card für das Ausland

Die DKB gilt als eine der renommiertesten Direktbanken Deutschlands. Die DKB VISA ist fester Bestandteil des kostenlosen DKB Cash-Kontos. Für die Kreditkarte fallen ebenfalls keine Gebühren an. Im Gegensatz zu anderen Banken bietet die DKB kein Tagesgeldkonto an, sondern verzinst alternativ das Guthaben bis zu einer Höhe von 100.000 Euro, welches Kunden auf dem Kreditkartenkonto führen. Wie sieht es sonst mit den Konditionen der DKB VISA aus?

Zunächst einmal sind Barabhebungen weltweit an allen Geldautomaten mit dem VISA-Logo kostenfrei. Aktivkunden mit einem monatlichen Mindestumsatz von 700 Euro sind bei Barverfügungen in Fremdwährung von der Umrechnungsgebühr befreit. Wer den Mindestumsatz unterschreitet, entrichtet eine Gebühr in Höhe von 1,75 Prozent des verfügten Betrages. Barabhebungen sind generell ab einem Betrag von 50 Euro kostenfrei möglich. Wer Wert darauf legt, auch geringere Beträge am Geldautomaten holen zu können, muss dafür eine monatliche Gebühr, die „Mini Bargeld Option“, in Höhe von 15 Euro bezahlen.

Das verzinste Guthaben auf dem Kartenkonto hat zwei Vorteile. Zum einen liegt das Geld nicht „nutzlos“ auf dem Kartenkonto. Zum anderen werden Verfügungen zunächst dem Guthaben belastet. Gerade bei längeren Auslandsaufenthalten kann sich dies positiv auswirken, wenn der Zugriff auf das Girokonto nicht ohne weiteres möglich ist.

Bei der DKB VISA handelt es sich um eine echte Kreditkarte. Das  heißt, der Karteninhaber erhält am Ende des Monats eine Kreditkartenabrechnung. Eine Ratenzahlung ist allerdings nicht vorgesehen. Der offene Saldo wird direkt dem DKB Cash Konto belastet.

Vorteile der DKB VISA Karte

  • Kostenlose Kreditkarte mit kostenlosem Girokonto.
  • Guthabenverzinsung bis 100.000 Euro

Nachteile der DKB VISA Karte

  • Nur in Verbindung mit einem Girokonto erhältlich.
  • Kosten bei Fremdwährungsumsätzen für die Währungsumrechnung.

Santander 1plus VISA

Im Gegensatz zu den beiden vorangegangen vorgestellten Kreditkarten handelt es sich bei der Santander 1plus VISA um eine Karte, für die nicht extra ein Konto eröffnet werden muss. Die Beantragung erfolgt über die Santander Consumer Bank. Als Bankverbindung gilt das laufende Girokonto des Antragstellers. Die Ausgabe der Karte erfolgt nach positiver Bonitätsprüfung. Voraussetzung für den Erhalt der Santander 1plus VISA ist die Volljährigkeit des Antragstellers sowie eine entsprechend positive Schufa-Auskunft.

Zunächst einmal gilt, dass für die Santander 1plus VISA dauerhaft keine Jahresgebühr anfällt. Die Details in einem Satz zusammengefasst, bietet die Santander 1plus VISA fast alles, was sich ein durchschnittlicher Verbraucher von seiner Kreditkarte wünscht. Wer die Karte nicht nur zum Geldabheben benutzt, sondern auch an der Tankstelle, wird mit einem Prozent Rabatt auf den Zahlbetrag belohnt. Allerdings ist der Bonus auf einen Tankbetrag von 400 Euro im Monat begrenzt.

Kontaktloses Bezahlen ist mit dieser Kreditkarte selbstverständlich, ebenso der kostenlose Bargeldbezug an über zwei Millionen Geldautomaten mit dem VISA Logo weltweit. Ein besonderes Plus stellt der Einsatz der Karte in Fremdwährung dar. Im Gegensatz zu den meisten anderen Kreditkartenemittenten fallen bei der Santander 1plus VISA keinerlei Gebühren für Umsätze in Fremdwährung an. Das wird vor allem die Karteninhaber freuen, die ihren Urlaub beispielsweise in der Türkei oder in Tunesien, aber natürlich auch in allen anderen Ländern auf dieser Welt, verbringen.

Bei der Santander 1plus VISA handelt es sich um eine echte Kreditkarte. Der Karteninhaber erhält am Monatsende eine Abrechnung über die aufgelaufenen Transaktionen. Er hat jetzt die Wahl, den offenen Saldo in einer Summe zu begleichen, oder in monatlichen Teilbeträgen  zurückzuführen. Standardmäßig ist die monatliche Teilzahlung vorbelegt. Die Zahlung in einer Summe setzt zunächst voraus, dass eine Überweisung ausgeführt wird. Allerdings kann im Rahmen des Onlinebankings der vorbelegte Satz von fünf Prozent des offenen Saldos auf 100 Prozent umgestellt werden. Damit lassen sich die lästigen Zinsen vermeiden.

Der Hintergrund leuchtet ein. Santander bietet mit dieser Kreditkarte ein Exemplar, welches hinsichtlich der anfallenden Kosten absolut kundenfreundlich ausgestattet ist. Auf der anderen Seite muss das Unternehmen Geld verdienen. Dies geschieht durch die anfallenden Zinsen auf den jeweiligen offenen Kreditkartensaldo. Diese betragen Stand Juni 2019 effektiv 13,98 Prozent, ein Betrag, der im Vergleich zu einigen Mitbewerbern ausgesprochen human ausfällt.

Im Gegensatz zu dem einen oder anderen Mitbewerber erlaubt es Santander, dass Kunden auf ihrem Kartenkonto ein Guthaben führen und somit mögliche anfallende Zinsen vermeiden. Die Santander 1plus VISA punktet aber noch mehr. Die Partnerkarte beispielsweise ist kostenlos erhältlich. Und da wir von Kreditkarten sprechen, die sich besonders für den Urlaub eignen: Bei Buchungen einer Reise über das Partnerreisebüro Urlaubsplus GmbH erhalten die Karteninhaber einen Preisnachlass, wenn der Reisepreis mit der Santander 1plus VISA bezahlt wird.

Wer eine Kreditkarte  zu besten Konditionen ohne mehr oder weniger unnötige Zusatzleistungen sucht, die die Urlaubskasse möglichst wenig belastet, ist mit der Santander 1plus VISA bestens bedient.

Zum Antrag lässt sich nur sagen, dass dieser fast intuitiv ausfüllbar ist, allerdings im PostIdent-Verfahren an die Santander Consumer Bank versendet werden muss.

Vorteile der Santander 1plus VISA

  • Grundsätzlich gebührenfrei.
  • Tankrabatt bis zu 400 Euro Tankumsatz.
  • Keine Gebühren für Fremdwährungsumrechnung.
  • Weltweit kostenlose Barverfügungen.
  • Fünf Prozent Preisnachlass bei Reisebuchung über Partnerbüro.
  • Kostenlose Partnerkarte.
  • Guthaben auf dem Kartenkonto möglich.
  • Zinsfreies Zahlungsziel.

Nachteile der Santander 1plus VISA

  • Relativ hohe Zinsen bei Ratenzahlung.
  • Keine Reiseversicherung inklusive.

Advanzia MasterCard Gold

Ist die Rede von Kreditkarten ohne Auslandseinsatzgebühr, darf einer der Wegbereiter dieser Kreditkartenvariante, die Advanzia MasterCard Gold, nicht fehlen. Das Urgestein dieser Kartengeneration wird von der Luxemburger Advanzia Bank ausgegeben. Im Grunde gilt für diese Karte der Slogan „reduced to the max“. Der Karteninhaber kann ein Maximum an Leistungen für ein Minimum an finanziellem Aufwand erwarten.

Die Advanzia MasterCard Gold ist dauerhaft gebührenfrei. Kostenlose Barabhebungen sind weltweit, also auch in Deutschland, möglich. Urlaubsziele außerhalb der Eurozone erfreuen sich größer Beliebtheit. Umso schöner ist es für den Karteninhaber, wenn er in diesem Fall keine Umrechnungsgebühren für Umsätze in Fremdwährung bezahlen muss – bei der Advanzia MasterCard Gold eine Selbstverständlichkeit.

Diese Karte ist ebenfalls ohne gesonderte  Kontoeröffnung möglich. Der Antragsteller muss volljährig sein und ein Konto bei einer in Deutschland ansässigen Bank unterhalten. Abhängig von der Bonität kann er üblicherweise von Beginn an mit einem Kreditrahmen von 3.000 Euro rechnen. Da es sich um eine echte Kreditkarte handelt, erhält er am Ende des Monats eine Mitteilung über die Höhe des aufgelaufenen Saldos. Üblicherweise wird der offene Betrag ab dem 23. des Folgemonats in Raten eingezogen. Wer das Kreditkartenkonto in einer Summe ausgleichen möchte, muss den offenen Betrag allerdings überweisen, das SEPA-Lastschriftverfahren ist nicht möglich. Im Idealfall hat der Karteninhaber ein zinsfreies Zahlungsziel von sechs Wochen. Er tätigt am ersten eines Monats einen Umsatz mit der Karte, die Belastung erfolgt am 23. des Folgemonats. Der  Mindestbetrag für die Rückzahlung beträgt 30 Euro im Monat.

Es gibt allerdings eine Einschränkung. Für Barabhebungen fallen die Zinsen schon ab dem Tag der Verfügung an. Aktuell beläuft sich der effektive Jahreszins bei der Advanzia Bank auf 19,94 Prozent, Stand Juni 2019.  Die Zinsbelastung lässt sich allerdings für Barabhebungen umgehen. Wer vor seiner Reise den vermutlich benötigten Betrag auf das Kreditkartenkonto überweist, nimmt die Barabhebungen aus einem Guthaben vor. Das Institut sieht dies allerdings nicht so gerne. In der Regel erhält der Karteninhaber eine Mail, in der er darauf hingewiesen wird, dass Guthaben nicht zulässig sind und eine Rückbuchung erfolgt. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass bei Reisen das Guthaben schon abgehoben war, bevor die Rückbuchung erfolgen kann.

Ebenso wie der Mitbewerber Santander 1plus VISA bietet die Advanzia Bank einen Preisnachlass in Höhe von fünf Prozent an, wenn die Reise über das Reisebüro Urlaubsplus GmbH gebucht und mit der Karte bezahlt wird.

Die Advanzia MasterCard Gold gilt als idealer Reisebegleiter. Vor diesem Hintergrund genießt der Karteninhaber auch einen vollumfänglichen Versicherungsschutz auf Auslandsreisen. Am wichtigsten ist in diesem Fall die Auslandsreisekrankenversicherung. Wer außerhalb der EU verreist, kann nicht auf das Sozialversicherungsabkommen zählen. Ohne Auslandsreisekrankenversicherung kann eine Erkrankung fatale finanzielle Folgen haben. Die MasterCard Gold von Advanzia eliminiert dieses Risiko.

Die Antragstellung erfolgt völlig einfach, Rückfragen dürften keine Auftreten. Die Rücksendung des Vertrages erfolgt im Rahmen des PostIdent-Verfahren.

Vorteile der Advanzia MasterCard Gold

  • Grundsätzlich gebührenfrei.
  • Keine Kosten für Fremdwährungsumsätze.
  • Weltweit kostenlose Barverfügungen.
  • Inklusive Reiseversicherungspaket.
  • Preisnachlass bei Reisebuchung über Partnerreisebüro.
  • Bis zu sieben Wochen zinsfreies Zahlungsziel.

Nachteile der Advanzia MasterCard Gold

  • Sehr hohe Zinsen bei Ratenzahlung.
  • Rückzahlung des offenen Saldos nur per Überweisung in einer Summe möglich.
  • Guthaben auf dem Kartenkonto nicht erwünscht.

Welche Kreditkarte ohne Auslandsgebühr ist jetzt die beste?

Wer grundsätzlich auf der Suche nach einem neuen Girokonto ist, sollte N26 und die DKB durchaus in die engere Wahl ziehen. Für den Personenkreis, der nur eine Kreditkarte sucht, stellen die Santander 1plus VISA und die Advanzia MasterCard Gold die attraktivsten Lösungen dar. Das Defizit der Advanzia Card, kein Guthaben auf dem Konto zu halten, lässt sich umgehen und wird durch die eingeschlossene Reiseversicherung kompensiert.

Die fehlende Reiseversicherung bei der Santander 1plus VISA lässt sich durch die Einsparungen beim Tanken finanzieren. Ein Prozent Rabatt auf 400 Euro Tankrechnung macht vier Euro im Monat. Eine Reiseversicherung ist bereits für deutlich unter 48 Euro im Jahr erhältlich.

Sowohl die Advanzia MasterCard Gold als auch die Santander 1plus VISA überzeugen durch die unprätentiöse Annahme der Anträge, sofern die Bonität stimmig ist. Mitbewerber tun sich hier aus unerfindlichen Gründen deutlich schwerer, liefern auch keine Begründung der Ablehnung trotz einwandfreier Bonität der Antragsteller.

Einen Ausschlag, der möglicherweise für die Santander 1plus VISA spricht, ist der deutlich günstigere Zinssatz bei Teilzahlungen des offenen Kreditkartensaldos.

Sonstiges Wissenswertes zum Kreditkarteneinsatz im Ausland

In einigen Ländern außerhalb der Eurozone hat sich eine Unsitte breit gemacht. Die Betreiber von Geldautomaten bieten es den Karteninhabern an, den Fremdwährungsbetrag sofort in Euro umzurechnen und diese Abrechnung der heimischen Bank zu schicken. Dieser Hinweis ist auf den Automatenbildschirmen extrem präsent eingeblendet, die Ablehnung des Vorschlages fast unsichtbar.

Der Nachteil bei diesem Vorgehen ist ein deutlich schlechterer Wechselkurs, der in diesem Fall von den Automatenbetreibern in Rechnung gestellt wird. Werden in Polen bis zu 20 Prozent zu Ungunsten des Karteninhabers berechnet, sind es in Großbritannien zwischen sechs und zehn Prozent. In Skandinavien fallen durchaus bis zu zwölf Prozent an. Unser Tipp lautet daher, dieses Angebot auf keinen Fall anzunehmen, und geduldig auf dem Bildschirm nach dem „Nein“-Button zu suchen.

Wenn die Karte abhanden kommt

Tragisch ist es, wenn die Kreditkarte verloren geht, oder gestohlen wurde. In diesem Fall muss eine sofortige Sperre erfolgen. Diese ist für alle Kreditkarten einheitlich unter der Telefonnummer +49 116 116 an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr möglich. Bei Diebstahl muss eine Anzeige bei der Polizei erfolgen. Je nach Kartenemittent muss der Karteninhaber bei Missbrauch nicht für den von Dritten verfügten Betrag aufkommen. Die gesetzlich vorgegebene Haftung des Karteninhabers ist auf 150 Euro beschränkt.

Vorsicht, wenn im Einzelhandel oder in der Gastronomie der Verkäufer mit dem Hinweis, das Kartenlesegerät sei im Nachbarzimmer mit der Karte verschwindet. Es gilt, die eigene Kreditkarte niemals aus den Augen zu lassen, um Zweifelsfall darauf zu bestehen, den Mitarbeiter zu begleiten. Dieses Vorgehen, an Kreditkartendaten zu gelangen, nimmt zwar aufgrund der immer weiter verbreiteten mobilen Terminals ab, findet sich aber dennoch hin und wieder.

Individuelle Gebühren beim Einzelhandel im Ausland

In einigen Ländern ist es üblich, bei Kartenzahlung die Kommission des Kartenemittenten auf den Rechnungsbetrag aufzuschlagen. Urlauber in Ägypten sollten sich nicht wundern, wenn der Rechnungsbetrag für die Kreditkartenzahlung plötzlich fünf Prozent über dem eigentlichen Rechnungsbetrag liegt.

Wie sieht es für den Nachwuchs mit einer Kreditkarte ohne Auslandsgebühren aus?

Die  hier vorgestellten Kreditkarten setzen die Volljährigkeit des Antragstellers voraus. Allerdings fahren immer mehr Jugendliche ohne Eltern in Urlaub. In diesem Fall stellt sich die Frage, ob es sinnvoll ist, die Kinder mit Bargeld auszustatten, oder doch lieber mit einer auch für Jugendliche erlaubten Prepaid-Kreditkarte. Diese bietet auf jeden Fall die größere Sicherheit. Besitzt der Nachwuchs noch kein eigenes  Konto, bietet sich die Lösung des N26 Girokontos an. Ein kostenloses Girokonto auf Guthabenbasis in Kombination mit einer kostenlosen MasterCard schützen vor dem Verlust von Bargeld. Prepaid-Kreditkarten als stand-alone Lösung sind kaum kostenfrei zu haben, im Gegenteil, die Emittenten lassen sich die nicht möglichen Zinsen bei Ratenzahlung durch die Jahresgebühr gut kompensieren.

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