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Rabobank finanziert in Kooperation mit der UNO Maßnahmen gegen Lebensmittelverschwendung

Die Rabobank, zu der auch RaboDirect Deutschland gehört, hat ihre weltweiten Aktivitäten auf die Strategie "Banking for Food" ausgerichtet. Auf der Internationalen Grünen Woche präsentierte Vorstand Berry Marttin die neue Initiative "Kickstart Food". Das Drei-Jahresprogramm hat die Rabobank gemeinsam mit der Umweltorganisation der Vereinten Nationen gestartet und stellt einen Kreditrahmen von einer Milliarde Euro bereit.

Berry Marttin, Vorstand, Rabobank

"2050 gilt es, weltweit neun Milliarden Menschen zu ernähren, zwei Milliarden mehr als heute", erläutert Rabobank Vorstand Berry Marttin die "Banking for Food"-Strategie. "Wir wollen dazu beitragen, die Lebensmittelproduktion um mindestens 60 Prozent zu steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung zu halbieren." Potenzial für Effizienzgewinne sieht die Rabobank auch in der Verbesserung der einzelnen Glieder der Wertschöpfungsketten.

Derzeit gehen rund ein Drittel der Produktion wertvoller Lebensmittel auf dem Weg zwischen Herstellung und Konsument verloren. "Wenn die Wertschöpfungsketten nicht effizient sind, ist dies nicht nachhaltig und - noch viel schlimmer - Hunger kann die Folge sein", so der 52-Jährige. Die Rabobank unterstützt Landwirte und Kooperativen in Afrika mit Krediten, damit sie in Technik wie Kühllager oder in die Logistik investieren können.

Lebensmittelverschwendung halbieren. In Europa ist die Verschwendung von Lebensmitteln eine große Herausforderung, für die die Rabobank mit ihrer Strategie Abhilfe schaffen will. Denn Einzelhandel, Gastronomie und Endverbraucher werfen tagtäglich Unmengen an Lebensmitteln weg. "Allein in Deutschland landen pro Familie jährlich Lebensmittel im Wert von 5.000 bis 6.000 Euro in der Abfalltonne", rechnet Berry Marttin vor. "Stellen Sie sich vor, diese Familien würden den Wertverlust halbieren und den Betrag regelmäßig auf ein Sparkonto einzahlen."

Wege für eine Reduzierung der Lebensmittelverschwendung zeigt die Rabobank mit Initiativen wie der "Waste Factory" auf. Zu den Projekten, die die Bank fördert, gehören zudem Bildungsprogramme zu einer gesunden Ernährung. In Australien und den Niederlanden unterstützt die Rabobank Kooperationen mit Schulen und finanziert Unterrichtseinheiten. "Eine Initiative im Bildungssektor werden wir in Kürze auch in Deutschland starten", kündigt Marttin an.

Strategie bietet Finanzierung, Know-how-Transfer und Netzwerke.
"Bei ,Banking for Food' geht es uns darum, die Produktion von Lebensmitteln zu steigern, den Zugang zu verbessern, gesunde Ernährung zu fördern und für all das ein stabiles System zu verankern", fasst der gebürtige Brasilianer Marttin zusammen, der seit 2009 im Vorstand der Rabobank ist.

Die Palette der Maßnahmen ist vielseitig: Die Rabobank unterstützt Lebensmittel- und Agrarunternehmen weltweit sowohl mit Finanzlösungen als auch mit Know-how. Landwirte profitieren vom Experten-Netzwerk der Bank, von Austauschplattformen wie www.globalfarmers.com und besuchen Musterbetriebe. Auch fördert die Rabobank Start-ups, die an Innovationen im Lebensmittel- und Agrarbereich arbeiten.

"Banking for Food" ist ein wachsender Markt.
"Unsere Nachhaltigkeitsstrategie soll Innovationen schnell zur Praxisreife bringen", betont Berry Marttin. "Die Maßnahmen sind ebenso wichtig für die Gesellschaft, wie sie Nutzen für unsere Kunden stiften. Die Langfristigkeit von ,Banking for Food' sorgt für ein gutes Rendite-Risiko-Verhältnis von Investments und kommt in jedem Fall zur rechten Zeit: "Die Nachfrage nach Nahrung nimmt weltweit genauso zu wie der Druck, umweltschonende und nachhaltige Methoden in der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion zu entwickeln."

Quelle: RaboDirect Deutschland