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Realzinsverlust: Kleinsparer sind besonders betroffen

Die Deutschen verlieren ein Fünftel (19 Prozent) ihrer jährlichen Sparleistung durch schlecht verzinste Geldeinlagen wie Tagesgeld, Festgeld und Sparbücher. In den ostdeutschen Bundesländern ist der Wertverlust mit 22 Prozent sogar noch höher. Zu diesen Ergebnissen kommt der comdirect Realzins-Radar. Der Grund: Die Verzinsung dieser Produkte liegt zum Teil deutlich unter der Inflationsrate. Die Preise für die alltäglichen Dinge steigen damit stärker als der Wert der Ersparnisse.

Besonders hart trifft es Kleinsparer. So büßen die Sparer in Mecklenburg-Vorpommern 28 Prozent ihrer jährlichen Sparleistung ein. Gleichzeitig weisen sie mit 1.100 Euro im Jahr den niedrigsten Sparbetrag pro Kopf auf. Ähnlich ergeht es den Sachsen: Sie sparen mit 1.200 Euro pro Jahr ebenfalls nur wenig. Mit 26 Prozent der jährlichen Sparleistung liegt der Wertverlust ihrer Ersparnisse auch hier deutlich über dem Durchschnitt. Auch die Berliner und Thüringer büßen mit 21 und 20 Prozent einen beträchtlichen Teil ihrer Gesamtsparleistung ein und sparen mit 1.600 beziehungsweise 1.300 Euro pro Jahr eher wenig.

„Kleinsparer sind von der aktuellen Nullzinsphase besonders betroffen“, sagt Arno Walter, Vorstandsvorsitzender von comdirect und fügt hinzu: „Die Sparer verlieren jeden fünften Euro ihrer jährlichen Sparleistung durch die Inflation. Ein langfristiger Vermögensaufbau ist damit kaum möglich.“ Gerade Kleinsparer sollten daher auf Wertpapiere setzen. „Wertpapiersparpläne sind bereits ab 25 Euro pro Monat möglich. So können sich Sparer auch mit geringen Beträgen langfristig ein finanzielles Polster aufbauen, etwa für die eigene Altersvorsorge.“

Quelle: comdirect bank AG